
Ein Prozess voller Ungerechtigkeit
Robert wurde zum Tode verurteilt für die Tötung seiner kleinen
Tochter Nikki. Das Kind ist an einem Schütteltrauma gestorben. Es
handelt sich hier also um einen s. g. "Shaken Baby" Fall.
Es gibt mehrere Gründe, die das Todesurteil gegen Robert als
besonders grobes Unrecht erscheinen lassen:
1. Was immer in jener Nacht geschah, es gab keinerlei Vorsatz, das Kind zu töten. Ohne Vorsatz, kein Mord!
2. Die Staatsanwaltschaft hat die Geschworenen bewusst belogen, um ein Todesurteil zu erzielen. Das ist unethisch!
3. Es gibt Hinweise darauf, dass Robert in der betreffenden Nacht nicht allein mit dem Kind war. Diesen Hinweisen gehen wir im Moment nach.
Nikki Curtis wurde als Tochter von Michelle Bowman und Robert
Roberson geboren. Michelle war eine Prostituierte und
drogenabhängig, sie lebte auf der Straße und war nicht in der Lage,
für ein Baby zu sorgen. Wie bereits ein Kind, das sie zuvor in die
Welt gesetzt hatte, gab sie auch Nikki zu ihrer Stiefmutter Verna
Bowman. Zu der Zeit als Nikki geboren wurde, hatten sich Robert und
Michelle bereits getrennt.
Verna Bowman liebte ihr Enkelkind und sorgte liebevoll für Nikki.
Doch nach einer Weile versuchte Roberts Mutter, das Sorgerecht für
Nikki zu bekommen. Sie war es - und auch Roberts Freundin Teddie -
die Robert dazu drängte, das Sorgerecht für seine Tochter zu
beantragen. Weil er seine Tochter liebte, tat er dies schließlich.
Verna Bowman stimmte zu, dass Robert für seine Tochter das
Sorgerecht bekam, weil er schließlich ihr Vater war. Dies geschah
nur ein paar Monate, bevor sich die Tragödie ereignete.
Im Prozess sagte die medizinische Gutachterin aus, dass Nikki
KEINEN sexuellen Missbrauch erlitten hatte. Es gab keine
wissenschaftlichen Beweise für sexuellen Missbrauch. Dennoch
verunglimpfte die Staatsanwaltschaft Robert wiederholt während des
Prozesses, indem sie ihn beschuldigte, Nikki sexuell missbraucht zu
haben. Obwohl die Staatsanwaltschaft wusste, dass es keine Beweise
für einen sexuellen Missbrauch gab, wurde diese Behauptung benutzt,
um die Geschworenen zu beeinflussen und so ein Todesurteil
sicherzustellen.
Am Ende des Prozesses – als der Fall zu den Geschworenen zur
Entscheidung gehen sollte – ließ der Staatsanwalt die Anklage wegen
sexuellen Missbrauchs fallen.
Doch eine Anschuldigung, sexuellen Missbrauch begangen zu haben, ist
so stark meinungsbildend, dass niemand sie vergessen kann. Deshalb
konnte Robert keinen fairen Prozess erhalten. Die Staatsanwälte
verletzten Roberts verfassungsmäßige Recht auf eine unparteiische
Jury, in dem sie die Geschworenen vorsätzlich belogen.
Der Tod des kleinen Mädchens war ohne Zweifel tragisch, aber es
ist – unabhängig von der Schuldfrage – kein Kapitalmord gewesen.
Mord setzt Tatvorsatz voraus. In diesem Fall gab es mit Sicherheit
keinen Vorsatz zur Tötung. Die Verletzungen des Kindes wurden durch
Schütteln hervorgerufen. Experten sagen, dass bereits relativ
leichtes Schütteln zu tödlichen Verletzungen führen kann. Das
bedeutet, dass man nicht über vorsätzlichen Mord sprechen kann und
dadurch stellt das Todesurteil ein Unrecht dar, nicht nur nach
unserer Meinung, sondern auch nach den Gesetzen.
Es gibt keine Entschuldigung, für das was geschehen ist. Ein kleines
Mädchen starb unter tragischen Umständen und dafür kann es keine
Entschuldigung geben. Dennoch ist ein Todesurteil in diesem Fall
nicht gerechtfertigt, eben weil es keinen Vorsatz zur Tötung gab und
darüber hinaus gibt es Zweifel, dass es Robert war, der die
Verletzungen des kleinen Mädchens verursacht hat.
Die Vergangenheit hat außerdem gezeigt, dass die Geschworenen in
„Schütteltrauma-Fällen“ nur selten die Todesstrafe empfehlen. Dies
mag einer der Gründe sein, weshalb die Staatsanwaltschaft auf
drastische Unfairness zurückgriff, um eine Verurteilung in Roberts
Fall sicherzustellen.
Obwohl es keine stichhaltigen Beweise dafür gab, wurde Robert des
sexuellen Missbrauchs an seiner Tochter angeklagt. Der Staat
schaffte damit eine feindliche Atmosphäre gegen Robert. Diese
Strategie führte dazu, dass der gesamte Prozess gegen Robert äußerst
unfair war.
Zusammenfassung Prozess (pdf)
Robert Roberson
# 999442
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